Mimikresonanz für Menschen mit Demenz (MRMD)

ist ein Konzept für alle Akteure, die in der Begegnung mit Menschen mit Demenz tätig sind. Dazu gehören Pflegende und Betreuende ebenso wie Angehörige oder Therapeuten. Ziel des Konzeptes ist es, Denken, Fühlen und Verhalten des Menschen erkennen, beschreiben und vor allem verstehen zu wollen. Es kann niemals die ganze Wirklichkeit erfasst werden. MRMD ist als Angebot zu verstehen, welches die Weichen in der Begegnung stellen kann, mit dem Ziel, für alle Beteiligten die Lebensqualität zu erhalten, bzw. wieder herzustellen.

Basismodul

In der Begegnung mit Menschen mit Demenz wird immer wieder vom sogenannten „herausfordernden Verhalten“ gesprochen. Dieses Verhalten kann unter Umständen den Alltag und/oder die Betreuung bestimmen.

Aufbaumodul

Im Aufbaumodul lernen Sie die weitere Basisemotionen kennen. Voraussetzung für diese Modul ist die Teilnahme am Basismodul.

Was macht Lebensqualität aus?

Dazu gehören physiologische Bedürfnisse, wie z. B. Hunger- und Durstbefriedigung, ausreichend Schlaf usw. sowie eine Reihe von psychologischen Grundbedürfnissen, deren Beachtung und Befriedigung mindestens genauso lebenserhaltend sind. Zu nennen sind die Bedürfnisse nach sinnlicher Anregung (Stimulation), haltgebende Strukturen (Rollen, Bezugspersonen, Rituale), Beachtung und Anerkennung (Personsein stärkend). Alle diese Grundbedürfnisse müssen lebenslang gestillt werden. Ein Nicht-Beachten führt bei Menschen zu psychischen Beeinträchtigungen.

Die Art und Weise der Mitteilung des Wunsches nach Erfüllung dieser Bedürfnisse zeigen sich bei jeden Menschen individuell. Wie dies stattfindet, ist geprägt von den erlernten Lebensmustern, den Erfahrungen, den Ereignissen, kurz von den Geschichten die eine Biografie ausmachen. Diese Geschichten bestimmen den Lebensplan.

Und genau daraus reagieren Menschen und antworten in den jeweiligen Situationen mit Gefühlen auf bestimmte Bedingungen. Wenn man sich wohlfühlt mit Freude, wenn Bedürfnisse nicht befriedigt werden mit Ärger, jemand sich bedroht fühlt mit Angst oder wenn ein Verlust erlitten wurde mit Trauer.

Je schneller ein Gefühl erkannt wird, desto größer ist die Chance angemessen und empathisch darauf zu reagieren um Lösungswege zu finden. Beziehungsweise mit den eigenen Gefühlen angemessen umzugehen.

Ihre Wahrnehmung wird geschärft für die Stimmung und für die Gefühle dementiell erkrankter Menschen. So können Sie auf die Emotionen der Pflegebedürftigen noch angemessener und zielführender reagieren.

Mimikresonanz für Menschen mit Demenz

Die kognitiven Fähigkeiten verändern sich. Das Rekonstruieren und das Erfassen von Komplexität gehen verloren, was bleibt sind, Gefühle!

Emotionen finden ihren Weg, sie werden ausgedrückt, zum einen körpersprachlich, in der Stimme, auch wenn Worte fehlen, und entscheidend im mimischen Ausdruck. Diese Form der Kommunikation sollte verstanden und richtig übersetzt werden. Der betroffene Mensch drückt sich in jedem Stadium seiner Erkrankung aus; möchte wertgeschätzt werden. Gelingt dies in der Begegnung nicht, kommt es zu Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Denn es ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen verstanden und wertgeschätzt zu werden.

Mimikresonanz für Menschen mit Demenz bietet eine Möglichkeit des emphatischen Kontaktes.

In der Ausgabe der Fachzeitschrift “pflegen: Demenz” 34/2015 erschien der Artikel “Ein Beben der Nasenflügel” zum Thema Mimikresonanz für Menschen mit Demenz.

Newsletter Demenz Spezial: Mimikresonanz – Kommunikation verbessern

Teilnehmerstimmen:

Guten Tag Frau Stöcker,
ich habe die Bewertungen heute durchgesehen. Sie waren ausnahmslos sehr gut. Besonders wurden die Praxisnähe und die vielen anschaulichen Beispiele gelobt.
Sehr geehrte Frau Stöcker,
ich möchte mich nochmals für Ihr Seminar: Demenz – oder das schleichende Vergessen bedanken. Ich habe noch kein Seminar erlebt, dass so informativ und lebendig gestaltet worden ist. Ich danke Ihnen dafür.